Im Gesundheitskurs einfache Tipps für mehr Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln erhalten

Auch wenn vielen von uns der Begriff Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln noch gar nicht so geläufig ist wissen wir alle, dass wir bei unserem Essen Lebensmittelverschwendung und Müll vermeiden sollten um unseren ökologischen Fußabdruck klein zu halten.

Hier gibt die Dipl. Ernährungswissenschaftlerin Britta Sänger-Ossenberg erste alltagstaugliche Tipps um Lebensmittelverschwendung ganz einfach zu verringern und erklärt, was du darüber hinaus im Sanmundo Online Gesundheitskurs bezüglich nachhaltiger Ernährung lernen kannst.

Auf den Teller oder in die Tonne?

Britta Sänger-Ossenberg
Britta Sänger-Ossenberg

Dipl. Ernährungswissenschaftlerin
Sanmundo Ernährungsberaterin

Auf den Teller natürlich – ist doch logisch! Oder? Wer etwas noch Essbares wegwirft, kann genauso gut einfach ein paar Euros in den Müll schmeißen…

Stimmt, aber so einfach ist es nicht. Wahrscheinlich hast Du schon einmal etwas weggeworfen. Vermutlich, weil es nicht mehr genießbar aussah – heißt: Hätte man noch länger gewartet, wäre es von allein zum Mülleimer gelaufen. Klar, wenn Schimmel sichtbar ist, gehört es in den Müll.

Wir von Sanmundo.de haben krankenkassenanerkannte Gesundheitskurse zum Thema Ernährung entwickelt, in welchen wir Dir zeigen, wie Du jeden Tag etwas für Dich und Deine Gesundheit tun kannst. Auch dein Wohlfühlgewicht erreichen oder halten. Das Ganze nachhaltig. Ob Du gerne Fleisch ist, oder lieber vegetarisch oder vegan, wir gehen darauf ein.

Auch die individuelle 1:1 Ernährungsberatung kannst Du Dir von Deiner Krankenkasse bei uns bezahlen lassen, selbst als Vorbereitung auf eine Magenoperation.

Hilfreiche Ernährungs-Tipps für mehr Nachhaltigkeit ist eines der Themen unseres Gesundheitskurses „sanBasic Lecker zum Wohlfühlgewicht“, welchen Du interaktiv, ohne Termine, 24 Stunden am Tag und bezahlt von Deiner Krankenkasse nutzen kannst.

Hintergrundinformationen zur Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln

Aber jetzt mal ein paar Fakten:

Jedes Jahr landen 11 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland im Müll, der Großteil davon aus Privathaushalten. Natürlich gibt es auch bei der Produktion, bei der Verarbeitung, beim Transport, im Handel oder in Großküchen Verluste, aber jeder Deutsche wirft jährlich mehr als 80 Kilogramm Lebensmittel weg – im Wert von 235 Euro!

Wofür würdest Du lieber 235 Euro ausgeben?

Demgegenüber hungern etwa 840 Millionen Menschen auf dieser Welt. Und jedes produzierte Lebensmittel verbraucht Energie, Rohstoffe und Wasser. Im Sinne der Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln, aber auch ganz egoistisch sollten wir alle mal darüber nachdenken. Denn jede Kleinigkeit zählt, auch wenn sie noch so nichtig erscheint.

Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln

Was kannst also Du ganz konkret beachten?

Mal von dem obigen klaren Fall abgesehen, hier ein paar Tipps für Dich:

Schon beim Einkaufen von Lebensmitteln auf Nachhaltigkeit achten

Cleverer Vorrat: Es lohnt sich, immer ein paar Dinge im Haus zu haben, z.B. Mehl, Gewürze, Öle, Tiefkühlgemüse. Checke Deine persönlichen Essgewohnheiten und lege Dir hamstermäßig einen Vorrat an Lebensmitteln an, die lange gelagert werden können und die bei Dir nicht fehlen dürfen.

Klug einkaufen: So banal es klingt – Wochenplan und Einkaufszettel. Es reicht schon, Dir wenigstens für ein paar Tage zu überlegen, was Du kochen möchtest. So stehst Du nicht ganz planlos im Supermarkt. Mit einem Einkaufszettel als Wegweiser geht es meist schneller und Du schleppst keine Dinge nach Hause, die Du dann doch nicht isst. So kannst Du auch frische Lebensmittel, die nicht lange gelagert werden können, zeitnah verbrauchen. Denk an eine Kühltasche, wenn es heiß ist und Du verderbliche Waren nach Hause transportierst – damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

First in / first out: Heißt, dass die neu gekauften Lebensmittel nicht einfach schnell vorne rein geräumt werden, sondern die älteren nach vorne rücken, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Richtig lagern: Manche Lebensmittel verderben schneller, wenn sie falsch aufbewahrt werden. Äpfel und Tomaten lieber von andern Obst- und Gemüsesorten getrennt lagern, denn sie stoßen ein Reifegas aus. Angebrochene Konserven lieber umfüllen, damit sie nicht so schnell verderben. Karotten und Radieschen vom Grün befreien, dann sind sie länger knackig. Lebensmittel luftdicht abzufüllen schützt vor Schädlingsbefall. Je nachdem welchen Kühlschrank Du besitzt, solltest Du auch hier die Kältezonen beachten.

Nicht zu früh entsorgen

Reste verwerten: Hier ist Deine Kreativität gefragt! Manche Dinge lassen sich super in einem Salat oder als Brotaufstrich verwerten oder es gibt am nächsten Tag mal einen Gemüseauflauf oder -eintopf. Manches lässt sich auch einfrieren, um Dir nächste Woche nach einem stressigen Tag das Kochen zu ersparen. Etwas ungewöhnliches probieren ist immer noch besser als wegwerfen.

Benutze Deine Sinne: Das Lebensmittel ist schon über dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)? Oder schon länger angebrochen? Heißt noch lange nicht, dass es nicht mehr genießbar ist… Erst anschauen, dann riechen, dann gegebenenfalls probieren – wenn’s noch normal schmeckt, kannst Du es noch essen. Das MHD sagt Dir nur, bis wann es vom Hersteller garantiert die typischen Eigenschaften aufweisen soll, das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) bedeutet, dass es nur bis zu diesem Datum verzehrt werden darf, da sonst die Keimbelastung zu hoch ist. Danach musst Du es entsorgen.

Fazit

Wir haben meist das große Glück, dass wir keinen Mangel kennen. Leider kennen viele auch nicht mehr den Ursprung ihres Essens. Aber Du kannst Dir sicher sein: es hat vieler Menschen Mühe und viele Ressourcen gebraucht, um Dir zu ermöglichen, dass Du jetzt dieses Lebensmittel essen kannst. Insofern sollten wir die Wertschätzung für unsere Lebensmittel neu denken. Vielleicht ist Dir auch aufgefallen, dass statt Nahrungsmittel das Wort Lebensmittel verwendet wurde, um Dir zu verdeutlichen, dass LEBENSmittel Mittel zum Leben sind.

Genieße sie!

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